Harley´s ers­tes Elek­tro­mo­tor­rad Live­wire

Har­ley-David­son ver­öf­fent­licht auf der Motor­rad­mes­se EICMA Details zum Elek­tro­mo­tor­rad Live­Wire

Wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on ver­riet Marc McAl­lis­ter, Vice Pre­si­dent of Pro­duct Plan­ning and Port­fo­lio, bereits eini­ge Details über das ers­te elek­trisch ange­trie­be­ne Zwei­rad von Har­ley-David­son, dem wei­te­re E‑Fahrzeuge fol­gen wer­den.

 

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Die Visi­on hin­ter dem Seri­en­mo­tor­rad Live­Wire nahm ihren Anfang mit dem Pro­ject Live­Wire in Form von E‑Prototypen, die 2014 vor­ge­stellt wur­den, um das Poten­zi­al einer elek­trisch ange­trie­be­nen Har­ley-David­son zu ermit­teln. Am 30. Juli 2018 bestä­tig­te Har­ley-David­son dann, dass die Live­Wire im Lauf des Jah­res 2019 auf den Markt kom­men wird. Die Ankün­di­gung erfolg­te im Rah­men der stra­te­gi­schen Offen­si­ve „More Roads to Har­ley-David­son“, mit der eine neue Genera­ti­on von Motor­rad­fah­rern rund um den Glo­bus ange­spro­chen wer­den soll.

Leis­tung der Live­wire

Die Live­Wire wird von einem Per­ma­nent­ma­gnet-Elek­tro­mo­tor ange­trie­ben, der sein hohes Dreh­mo­ment von der ers­ten Rad­um­dre­hung an erzeugt – was zu einer erstaun­li­chen Beschleu­ni­gung und einem fas­zi­nie­ren­den Fahr­erleb­nis führt. Um den Schwer­punkt zu sen­ken und damit zum einen das Hand­ling der Maschi­ne zu opti­mie­ren und zum ande­ren das Ran­gie­ren zu erleich­tern, wur­de der Motor tief im Fahr­zeug ange­ord­net. Die Live­Wire erzeugt einen neu­ar­ti­gen Sound, des­sen Ton­hö­he und Laut­stär­ke mit zuneh­men­der Geschwin­dig­keit anstei­gen und der damit ihre geschmei­dig ein­set­zen­de Kraft bes­tens wider­spie­gelt.

Fahr­werk der Live­wire

Die Leis­tung des Motors wird von einem Fahr­werk unter­stri­chen, das für ein agi­les Hand­ling im urba­nen Umfeld und auf kur­vi­gen Stra­ßen jen­seits der City aus­ge­legt ist. Um die Stei­fig­keit zu erhö­hen, fun­giert der Motor als mit­tra­gen­des Ele­ment des Chas­sis. Den Leicht­me­tall­rah­men kom­bi­nier­te Har­ley-David­son mit hoch­wer­ti­gen, voll­stän­dig ein­stell­ba­ren Fahr­werks­kom­po­nen­ten von Showa. Am Hin­ter­rad arbei­tet ein Showa BFRC-lite (Balan­ce Free Rear Cushion Light) Mono-Shock. Das Vor­der­rad wird von einer Showa SFF-BP (Sepa­ra­te Func­tion Fork – Big Pis­ton) Upsi­de-down- Gabel geführt, die per­fekt auf das Feder­bein abge­stimmt ist und unter ande­rem her­vor­ra­gen­de Dämp­fungs­ei­gen­schaf­ten bei nied­ri­gen Geschwin­dig­kei­ten bie­tet, was der Fahr­zeug­kon­trol­le in typi­schen urba­nen Fahr­si­tua­tio­nen zugu­te­kommt. Um eine sehr gute Brems­leis­tung mit kla­rem Druck­punkt zu gewähr­leis­ten, ist die Live­Wire mit Brem­bo Mono­block-Front­brems­sät­teln aus­ge­rüs­tet, die auf zwei 300 Mil­li­me­ter gro­ße Brems­schei­ben ein­wir­ken. Zudem ver­fügt die Maschi­ne seri­en­mä­ßig über ein Anti­blo­ckier­sys­tem (ABS) sowie eine Trak­ti­ons­kon­trol­le (Trac­tion Con­trol Sys­tem, TCS). Sie rollt auf 180 Mil­li­me­ter (hin­ten) bezie­hungs­wei­se 120 Mil­li­me­ter (vorn) brei­ten Har­ley-David­son/­Mi­che­lin Scor­cher Rei­fen. Der Fah­rer kann die Per­for­mance des Bikes mit­hil­fe von sie­ben Fahr­mo­di an sei­ne indi­vi­du­el­len Wün­sche anpas­sen. Vier davon sind ab Werk vor­ein­ge­stellt, die übri­gen drei kön­nen vom Besit­zer frei defi­niert wer­den.

Tech­no­lo­gie der H‑D Live­wire

Ein gut ables­ba­res, als Farb­touch­screen aus­ge­leg­tes TFT-Dis­play mit hoher und kon­trast­rei­cher Wie­der­ga­be­qua­li­tät ver­sorgt den Fah­rer mit einer Viel­zahl von Infor­ma­tio­nen. Die Anzei­ge­ein­heit ist nei­gungs­ver­stell­bar, damit er den für sei­ne Sta­tur opti­ma­len Win­kel wäh­len kann. Das Dis­play ermög­licht ihm außer­dem den Zugriff auf die Schnitt­stel­le für Blue­tooth-Kon­nek­ti­vi­tät, Navi­ga­ti­on, Musik und wei­te­re Fea­tures. Als Haupt­bat­te­rie der Live­Wire fun­giert ein RESS (Rech­ar­ge­ab­le Ener­gy Sto­rage Sys­tem) aus Lithi­um-Ionen-Zel­len, die von einem  lumi­ni­um­guss­ge­häu­se mit Kühl­rip­pen umge­ben sind. Bord­netz­funk­tio­nen wie Beleuch­tung, Hupe und Dis­play wer­den von einer sepa­ra­ten, kom­pak­ten 12-Volt-Lithi­um-Ionen-Bat­te­rie gespeist. Der Lade­vor­gang kann mit einem inte­grier­ten Level-1-Lade­ge­rät erfol­gen, das mit einem unter dem Sitz unter­ge­brach­ten Netz­ka­bel an eine Haus­halts­steck­do­se ange­schlos­sen wird. Außer­dem kann die Live­Wire über einen CCS2-IEC-Typ-2-Lade­ste­cker (USA: SAE-J1772-Ste­cker) gela­den wer­den (Level-2‑, Level-3‑, oder DC-Fast-Char­ge (DCFC)-Ladevorgänge). Bei allen Har­ley-David­son Händ­lern, die die Live­Wire ver­kau­fen, wer­den die Kun­den eine Lade­sta­ti­on vor­fin­den.

Stil

Der Stil der Live­Wire ist eben­so atem­be­rau­bend wie ihre Per­for­mance und folgt einem wich­ti­gen Design-Dik­tum von Har­ley-David­son: Der Fokus liegt auf dem Motor. So wie der V‑Twin als auf­fäl­ligs­tes Ele­ment aller bis­he­ri­gen Har­ley-David­son Motor­rä­der gilt, zieht bei der Live­Wire der Elek­tro­mo­tor alle Bli­cke auf sich. Sein hel­les Gehäu­se und sei­ne mecha­ni­sche, kraft­vol­le Form­ge­bung sol­len die dar­in gebün­del­te Leis­tungs­stär­ke ver­mit­teln. Das Alu­mi­ni­um­guss­ge­häu­se für das RESS gestal­te­ten die Desi­gner mit funk­tio­nel­len Kühl­rip­pen. Der Look elo­xier­ten Metalls kon­tras­tiert mit dun­kel gehal­te­nen Flä­chen und die Sil­hou­et­te ist von einem schlan­ken Heck sowie einem dicht über dem Hin­ter­rad ange­ord­ne­ten Fen­der geprägt. Die neue Har­ley-David­son Live­Wire wird im nächs­ten Jahr zum Ver­kauf ste­hen.

Wei­te­re Details zu Prei­sen und Bestell­ver­fah­ren wer­den im Janu­ar 2019 ver­öf­fent­licht. Infor­ma­tio­nen fin­det man auch auf Harley-Davidson.com.

 

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