Ride free, Wil­lie G. — Lebens­werk des Chef­de­si­gners

Wil­lie G. David­son – Mehr als nur Chef­de­si­gner!

Wil­liam God­frey David­son ist den meis­ten Har­ley-Fans unter dem Namen Wil­lie G. bekannt. Nicht nur sei­ne Tätig­keit als ehe­ma­li­ger Chef­de­si­gner der Com­pa­ny und sei­ne Zuge­hö­rig­keit zum David­son-Clan machen ihn für die meis­ten zu einer Art leben­den Legen­de. Wir durf­ten den krea­ti­ven Gen­tle­man bereits beim Dea­ler-Mee­ting in Bos­ton 2016 ken­nen­ler­nen und waren schwer beein­druckt von der ruhi­gen und char­man­ten Art der Iko­ne. Höchs­te Zeit also, dem ehe­ma­li­gen Chef­de­si­gner der Kult-Bikes ein paar Zei­len zu wid­men.

Im Jah­re 1933 erblick­te Wil­liam God­frey David­son in Mil­wau­kee das Licht der Welt. Er ist der Enkel des ältes­ten Bru­ders jener David­son-Brü­der, die der Kult-Mar­ke bis heu­te ihren Dop­pel­na­men ver­lei­hen. In den gro­ßen und stol­zen David­son-Clan hin­ein­ge­bo­ren teilt, auch Wil­lie G. die Lei­den­schaft für den don­nern­den V2, der sei­nen Vater jeden Abend aus dem Har­ley-Werk nach Hau­se bringt. Die Sehn­sucht des Juni­ors steigt, selbst in den Sat­tel zu stei­gen. Die Lei­den­schaft für Motor­rä­der wur­de ihm bereits in die Wie­ge gelegt, schwapp­te aber voll­ends auf ihn über, als er mit 15 Jah­ren das ers­te mal auf sein ers­tes Bike steigt. Die DKW-Kopie 125 S reicht, um ihn voll­ends zu infi­zie­ren.

Eine wei­te­re Lei­den­schaft Wil­lie G.’s ist das Malen und Zeich­nen, wel­ches ihm letzt­lich den Pos­ten als Chef-Desi­gner im Har­ley-Impe­ri­um ver­schafft. Bevor­zugt zeich­net er Motor­rä­der, Autos und Hot-Rods. Er beschließt, ein Kunst­stu­di­um an der Uni­ver­si­ty of Wis­con­sin zu absol­vie­ren. Dies bie­tet sei­ner krea­ti­ven Art jedoch nicht genü­gend Frei­raum, wes­halb er wenig spä­ter an das Art Cen­ter Col­le­ge Of Design in Los Ange­les wech­selt. Dort ent­deckt er die Cus­tom-Sze­ne der West­küs­te, wel­che für sei­nen spä­te­ren Lebens­lauf eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len wird. Mit dem Abschluss in der Tasche arbei­tet er zunächst als Zeich­ner für Möbel ehe ihn sein Vater Wil­liam 1963 in das Fami­li­en­un­ter­neh­men holt – das Sty­ling Depart­ment wur­de gegrün­det. Weil schon Vater Wil­liam ledig­lich Bill geru­fen wird, tau­fen ihn die Kol­le­gen dann kur­zer­hand Wil­lie G. Er ver­leiht unter ande­rem der Elec­tra Gli­de 1965 die legen­dä­re „Bat Wing“-Verkleidung und die Tou­ring-Hart­scha­len­kof­fer. Dar­über hin­aus ent­wirft er das berühm­te Num­ber-One-Logo und das dazu pas­sen­de Motor­rad – die Super Gli­de. Die Low Rider und Wide Gli­de ent­stam­men eben­falls sei­ner Feder und schrei­ben Motor­rad­ge­schich­te. Mar­ke­ting­kam­pa­gnen benö­tigt Wil­lie G. nicht. Er fährt ganz ein­fach mit Pro­to­ty­pen und tes­tet die Reak­tio­nen ande­rer Biker. Das scheint sei­ner­zeit so gut anzu­kom­men, dass Har­ley-David­son dies in ihrer Wer­bung für einen Café-Racer ver­kün­det und Wil­liam erst­mals öffent­lich Wil­lie G. nennt…

Wil­lie G. ist es auch, der das Unter­neh­men mit 12 wei­te­ren Män­nern am 26. Febru­ar 1981 mit Hil­fe eines Ban­ken­kon­sor­ti­ums zum Preis von 80 Mil­lio­nen US-Dol­lar erwirbt. Die Fir­ma wur­de 1969 vom Kon­zern Ame­ri­can Machi­ne and Foun­dy (AMF) auf­ge­kauft. Diver­se Mana­ger hat­ten erfolg­los ver­sucht, Har­ley-David­son zu einem pro­fi­ta­blen Mas­sen­her­stel­ler umzu­funk­tio­nie­ren. Durch zahl­rei­che neue Ideen nach dem Rück­kauf wie z.B. die Just-in-Time Pro­duk­ti­on oder enor­me Qua­li­täts­stei­ge­rung wird die die Fir­ma erneut auf Vor­der­mann gebracht. Model­le wie die Heri­ta­ge Sof­tail, die Sof­tail Sprin­ger und der All­zeit-Klas­si­ker Fat Boy ent­ste­hen.

2008 wird unter den Wachen Augen Wil­lie G.’s das Werks­mu­se­um in Mil­wau­kee eröff­net – ein Traum wird wahr. Vier Jah­re spä­ter ver­ab­schie­det sich der eins­ti­ge Chef­de­si­gner nach 49 Jah­ren Har­ley-David­son in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand. Der Com­pa­ny erhal­ten bleibt er jedoch wei­ter­hin als Mar­ken­bot­schaf­ter – mit eige­nem Büro im Har­ley-Muse­um. Den Ruhe­stand kann er nun in vol­len Zügen mit Frau Nan­cy genie­ßen, mit der er seit 1957 ver­hei­ra­tet ist.

Han­ne­lo­re, Sascha, Anke und Die­ter mit Wil­lie G. und Frau Nan­cy beim Dea­ler-Mee­ting 2016

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