Sportster S – Alle Details zur Technik

Sportster S: Instrumente

Die neue Sportster S ist mit einem runden TFT-Display mit 4,0-Zoll-Durchmesser für sämtliche Anzeige- und Infotainment-Funktionen ausgestattet.

  • Alle Display-Funktionen werden sowohl im Stand als auch während der Fahrt über Tasten auf Bedienfelder rechts und links am Lenker betätigt.
  • Das reflexionsarme Display ist auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Harley-Davidson hat das Farbschema und Design eigens auf größtmöglichen Ablesekomfort optimiert.

Standardanzeige:

  • Die große Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte wird von einer kreisförmigen Drehzahlmesseranzeige eingerahmt.
  • Blinker und Warnleuchten erscheinen am oberen Rand.
  • Unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige werden Pop-up-Anzeigen für eingehende Anrufe und Warnhinweise eingeblendet wie etwa „Low Fuel“ (wenig Kraftstoff), „Side Stand Down“ (Seitenständer ausgeklappt) oder „Low Temperature“ (Motor noch nicht auf Betriebstemperatur).

Anzeige Bike Status:
Mit dieser Anzeige kann sich der Fahrer die Statusinformationen groß auf den Bildschirm holen, während eine kleinere Geschwindigkeitsanzeige im oberen Bereich erscheint. Zu den Statusinformationen zählen die Reifendrücke, Motortemperatur und Öldruck, Batterie­spannung und Diagnose-Codes des Motormanagements.

Infotainment
Das Display der Sportster S kann Infotainment-Informationen darstellen, die vom Bluetooth-kompatiblen mobilen Endgerät des Fahrers ausgegeben werden. Das Motorrad selbst ist weder mit einem Infotainment-System noch mit Lautsprechern ausgestattet. Für die meisten Infotainment-Funktionen ist ein separat erhältliches Bluetooth-Headset mit Lautsprechern innerhalb des Helms erforderlich.

Musik
Via Headset lassen sich über das System sowohl gespeicherte Musikdateien als auch gestreamte Musik von einem mobilen Endgerät abspielen. Der Name des Künstlers und der Songtitel erscheinen auf dem Display. Der Fahrer kann mit Tasten am Lenker scrollen und die Lautstärke einstellen.

Freisprechfunktion
Der Fahrer kann die Telefonfunktionen seines mobilen Endgeräts per Stimmführung über das Headset steuern. Anruferdaten eingehender Verbindungen lassen sich im Display anzeigen.

Navigation
Zur Navigation kann der Fahrer die kostenfreie Harley-Davidson-App für iOS und Android verwenden, die zuvor auf dem mobilen Endgerät installiert werden muss. Ist die Navi­gationsfunktion aktiviert, können eine sich automatisch verschiebende Straßenkarte oder Abbiegeinformationen, jeweils ergänzt durch Audioanweisungen über das Headset, angezeigt werden.

  • Im Straßenkartenmodus werden Geschwindigkeit, Blinkerkontrollleuchten und dergleichen oberhalb der beweglichen Karte eingeblendet.
  • Die Karte lässt sich mit den Tasten am Lenker verschieben und zoomen.
  • Zum Funktionsumfang der Harley-Davidson-App zählen Streckenempfehlungen, Tourenplanungs- und Aufzeichnungsfunktionen, Fahraufgaben (Riding Challenges) sowie Point-of-Interest-Datenbanken mit Harley-Davidson-Vertragshändlern, Tankstellen, Hotels, Restaurants, Motorradevents und zahlreichen weiteren Attraktionen.
  • Für die Navigationsfunktion ist eine Mobilfunkverbindung erforderlich, das Motorrad selbst ist nicht mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Allerdings kann der Fahrer bei Bedarf die komplette Route vorab erstellen, herunterladen und zur Offline-Navigation lokal abspeichern.

Software-Updates werden von der Harley-Davidson-App automatisch durchgeführt.

Galerie

Sportster S: Cornering Rider Safety Enhancements

Die neue Sportster S ist mit den Harley-Davidson Cornering Rider Safety Enhancements ausgestattet, einem Paket von elektronischen Assistenzsystemen, die sich bei schwierigen Straßenverhältnissen und in Gefahrensituationen als hilfreich erweisen. Sie werden elektronisch gesteuert und basieren auf modernster Fahrwerks-, Brems- und Antriebsregeltechnik.

Die Sportster S besitzt dazu ein Sensorsystem (Inertial Measurement Unit, IMU), das sich aus mehreren Inertialsensoren auf sechs räumlichen Achsen zusammensetzt und während der Fahrt kontinuierlich die Schräglage misst. Die kurvenoptimierten elektronischen Assistenzsysteme berücksichtigen, dass in Kurven weniger Reifenhaftung zum Bremsen oder Beschleunigen zur Verfügung steht als bei Geradeausfahrt, und passen ihre Regeleingriffe entsprechend an.

Kurven-Antiblockiersystem (Cornering Enhanced Antilock Braking System, C-ABS)

ABS verhindert ein Blockieren der Räder beim Bremsen und hilft dem Fahrer, bei Gefahrenbremsungen in Geradeausfahrt die Kontrolle zu behalten. Dabei regelt es die vorderen und hinteren Bremsen unabhängig voneinander. Das Kurven-Antiblockiersystem (C-ABS) bezieht in diese Regelung auch den Schräglagenwinkel mit ein. In der Kurve steht nicht die gesamte Bodenhaftung für die Übertragung der Bremskraft zur Verfügung. C-ABS trägt diesem Umstand automatisch Rechnung. Die integrierte Stoppiekontrolle (Rear-Wheel Lift Mitigation, RLM) wirkt bei starken Bremsungen dem Heben des Hinterrads entgegen, um die Verzögerungskräfte optimal mit den Bremsbefehlen des Fahrers in Einklang zu bringen.

Kurven-Traktionskontrolle (Cornering Enhanced Traction Control System, C-TCS)

Die Traktionskontrolle TCS verhindert beim Beschleunigen übermäßigen Schlupf am Hinterrad und unterstützt damit den Fahrer insbesondere bei eingeschränkter Reifenhaftung wie etwa bei Niederschlag, plötzlich wechselndem Fahrbahnbelag oder auf unbefestigter Fahrbahn. Die Kurven-Traktionskontrolle C-TCS berücksichtigt dabei auch die momentane Schräglage. In den vorprogrammierten Fahrmodi fallen die Eingriffe der Kurven-Traktionskontrolle jeweils unterschiedlich stark aus. In den frei programmierbaren Fahrmodi kann der Fahrer die Stärke der C-TCS-Eingriffe in drei Stufen vorwählen.

Darüber hinaus lässt sich C-TCS bei stehendem Fahrzeug und laufendem Motor in jedem Fahrmodus deaktivieren. Beim Wechsel in den Modus Rain wird C-TCS automatisch wieder aktiviert, lässt sich anschließend jedoch wieder deaktivieren. C-TCS kann mittels Tastendruck rechts am Lenker abgeschaltet werden.

TCS umfasst zudem die Wheeliekontrolle (Front-Wheel Lift Mitigation, FLM), die Höhe und Dauer eines abhebenden Vorderrads beim Beschleunigen begrenzt. Auch die Stärke dieses Eingriffs unterscheidet sich in den verschiedenen Fahrmodi, mit Rain als restriktivstem Modus und Sport/Off-Road mit den schwächsten Eingriffen. Bei deaktivierter Traktionskontrolle ist auch die FLM-Funktion deaktiviert.

Kurven-Antriebsschlupfregelung (Cornering Enhanced Drag-Torque Slip Control System, C-DSCS)

Die Kurven-Antriebsschlupfregelung C-DSCS dient dazu, übermäßigen Schlupf am Hinterrad zu reduzieren und ein Blockieren des Hinterrads durch Antriebseinflüsse zu verhindern. Dazu kann es ansonsten etwa beim abrupten Herunterschalten oder Schließen des Gasgriffs auf glatter Fahrbahn kommen.

Erkennt C-DSCS eine solche Fahrsituation, so passt es über eine Regelung des Motordrehmoments die Umfangsgeschwindigkeit des Rads automatisch der Fahrgeschwindigkeit an. Dabei berücksichtigt das System zugleich den Schräglagenwinkel.

Reifenluftdruck-Kontrollsystem (Tire Pressure Monitoring System, TPMS)

Ein korrekter Reifendruck ist ebenso entscheidend für das Fahrverhalten des Motorrads wie für die Lebensdauer der Reifen. Das Reifenluftdruck-Kontrollsystem TPMS zeigt die Reifendrücke auf dem Farbdisplay an und warnt den Fahrer bei zu geringem Reifendruck.

Sportster S: Fahrmodi

Die Sportster S bietet fünf wählbare Fahrmodi, welche die Fahrdynamik der Maschine elektronisch regeln und die Intensität der elektronischen Eingriffe vorgeben. Drei davon sind vorprogrammiert und zwei weitere lassen sich individuell anpassen. Jeder Modus beeinflusst die Kraftentfaltung, die Motorbremse, das Kurven-ABS (C-ABS) und die Kurven-Traktionskontrolle (C-TCS).

Der Fahrer kann den Fahrmodus mit der Mode-Taste rechts am Lenker wählen, und zwar mit einigen Ausnahmen sowohl im Stand als auch während der Fahrt. Der gewählte Modus wird jeweils durch ein Symbol auf dem Farbdisplay angezeigt.

Mit Ausnahme des Modus Road kann der Fahrer die Fahrmodi im Settings-Menü des Displays deaktivieren. Die frei konfigurierbaren Modi lassen sich im Betrieb erst dann per Mode-Taste anwählen, wenn sie im Settings-Menü freigeschaltet wurden.

  • Modus Road: Der ausgewogene Modus Road ist für den Alltag und zum Pendeln gedacht. Der Motor bietet eine weniger spitze Leistungsentfaltung als im Modus Sport, C-ABS und C-TCS greifen früher ein. Sollte es zu einer Fehlfunktion kommen, schaltet das Fahrmodussystem automatisch in den Modus Road.
  • Modus Sport: Der Modus Sport bietet eine möglichst ungefilterte Interaktion zwischen Fahrer und Maschine. Der Fahrer erlebt das volle Leistungspotenzial des Motorrads direkt und mit höchster Präzision, mit unbegrenzter Spitzenleistung und der gesamten Drehfreude. C-TCS arbeitet auf dem geringsten im Straßenbetrieb noch sinnvollen Niveau und mit erhöhter Motorbremswirkung im Schiebebetrieb.
  • Modus Rain: Dieser Modus wurde für Regen oder anderweitig verringerte Bodenhaftung entwickelt. Damit eignet er sich zugleich gut für Fahrer, die sich mit dem Motorrad erst noch vertraut machen. Drehfreude und Leistung werden zugunsten einer beherrschbaren Beschleunigung deutlich reduziert, ebenso wie die Motorbremswirkung, während C-ABS und C-TCS auf höchster Stufe arbeiten.
  • Modus Custom: Die Sportster S bietet zwei frei programmierbare Fahrmodi, die es dem Fahrer gestatten, speziell auf seine persönlichen Vorlieben oder Situationen zugeschnittene Charakteristiken zu konfigurieren. Hierbei kann der Fahrer in bestimmten Grenzen Motorcharakteristik, Motorbremswirkung und Drehfreude ebenso nach Wunsch festlegen wie die Intensität der C-TCS- und C-ABS-Eingriffe. Beispielsweise ist es so möglich, die kraftvolle Leistungsentfaltung des Modus Sport mit einer verringerten Motorbremswirkung zu kombinieren.

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